Urs Wiesendanger – The Real Me (Interview in Deutsch)

Urs Wiesendanger – Real Me (Interview in Deutsch)

Interview von Uwe Reith mit Urs Wiesendanger (DEZ 28, 2013)

Hi Urs, Dein Album „THE REAL ME“ enthält eine interessante Mischung aus Balladen, Westcoast/Smooth Jazz und sogar Reggae Elementen inklusive kleiner Stücke wie das Intro, Move (Interlude), Move Move On. Alles in allem klingt es wie eine kleine R&B/Smoothjazz Radioshow in sich. Was war dein roter Faden, als die Produktion des Albums begann?„Dieses Album ist über viele Jahre in verschiedenen Etappen entstanden. Daher hatte ich ehrlich gesagt gar keinen roten Faden gesponnen. Zu dieser Zeit hatten mich Alben wie: „Q’s Jook Joint“ von Quincy Jones und natürlich auch die damaligen Soul/R&B Produktionen beeinflusst. Der Titel „Move“ war ursprünglich auch ein kompletter Song, den ich dann aus einer musikalischen Laune heraus an einigen Stellen des Albums in Form von „Interludes“ eingebaut hatte. Ich bin kürzlich, ganz zufällig, in meinem Archiv wieder auf die Vollversion gestoßen.“

Du selbst bist ein Spitzenmusiker, Producer, Arrangeur, Drummer und Keyboarder. Deine Produktionen stehen audiomäßig auf absolut höchstem Niveau. Wann und warum ziehst Du dennoch Leute wie John JR Robinson, Jeff Lorber oder Robbie Buchanan hinzu? Geht es Dir um spezielle Styles & Sounds (Rhodes und Chord Progressions) oder gar darum, deine Produktionen ggf. aus der Vogelperspektive zu betrachten.
„Vielen Dank für die anerkennenden Worte! – Jeder der von Dir aufgeführter Musiker, Jeff Lorber, Robbie Buchanan und John Robinson haben natürlich eine ganz persönliche „Handschrift“ in ihrer Performance und sind weder zu kopieren noch zu ersetzen. Sich selber ist man ja bekanntlich am nächsten, und so kann es auch vorkommen, dass man von seinem eigenen Spiel etwas „müde“ werden kann und um jeden Input, den man für einen Song bekommt, froh ist. Natürlich „höre“ ich auch schon sehr früh bei einer Produktion, welche Musiker gut passen würden. Die musikalische Vision des Gesamtwerks ist eine der Qualitäten, die ein Produzent haben sollte. Dazu kommt noch, dass jeder dieser Top Studio Musiker natürlich auch seinen eigenen Sound mitbringt. Hier z.B. das typisch klingende Rhodes von Robbie Buchanan, welches man auf unzähligen Alben von Luis Miguel hören kann, um hier nur einen der vielen Künstler zu nennen, mit denen Robbie gearbeitet hat.“
War Deine frühe Zusammenarbeit mit Jeff Lorber im Nachhinein prägend für das Gelingen von „THE REAL ME“? Der Song „J & U“ scheint die musikalische Antwort darauf zu sein, wie toll ihr beide Euch ergänzt.
„Jeff und ich haben uns 1994 das erste Mal in L.A. getroffen. Danach kam er mich in der Schweiz besuchen, und wir arbeiteten an ein paar Tracks für „The Real Me“. Zu dieser Zeit hatte ich soeben den Song „Nowhere“ geschrieben und aufgenommen. Dieser Song hatte Jeff so gut gefallen, dass wir ihn ein paar Monate später bei ihm in den „JHL“ Studios mit John JR Robinson, Nathan East, und Michael Landau für Jeff’s „State Of Grace“ Album eingespielt haben. „Nowhere“ hatte dann letztendlich doch keinen Platzt auf Jeff’s Album gefunden, doch bei der Version die auf „The Real Me“ zu hören ist, handelt es sich um das Original „Demo“, welches ich damals Jeff vorgespielt hatte. Jeff Lorber hatte einen sehr grossen musikalischen Einfluss auf mich. Er hatte mich danach an diversen seiner Produktionen mitarbeiten lassen. Wie z.B. Dave Koz (The Dance) Jeff Lorber (Midnight), Chris Camozzi (Slow Burn).“
Zwei Supersänger wie Jeff Pescetto und Mark Antony sind auf den Songs „SEPERATE WAYS“ und „SOMETHING SPECIAL“ verewigt. Wie kam der Kontakt zustande und nach welchen Kriterien wählst Du aus, was passt?
„Der Song „Separate Ways“ hatte ich mit 16 Jahren „für“ James Ingram geschrieben. Natürlich war das damals einfach ein Wunsch von mir, dass James diesen Song irgendwann einmal aufnehmen würde. So hatte ich mein Original Demo von 1985 auf Kassette und entschied mich den Song mit Jeff Pescetto für „The Real Me“ aufzunehmen. Jeff’s Vocals kannte ich schon von diversen Produktionen, wo er meist als Gastsänger in Erscheinung trat. Der Kontakt fand dann über Jeff Lorber statt, da die beiden „Jeff’s“ auch viel zusammen arbeiteten. Mark Antony war damals einer der Sänger von der englischen Soulband INCOGNITO. Dieser Kontakt war sehr spontan entstanden, da ich an einem Album von Artist LEME arbeitete. Mark hatte dort fast alle Leadvocal-Parts gesungen. An einem Abend waren wir früher fertig als geplant, und ich sagte zu Mark ganz spontan: „Hey Mark, I got a song, that could be just perfect for you“. Er liebte den Song auf Anhieb und noch in der gleichen Nacht hatten wir seine Vocals auf Tape!“

Eine unglaublich schöne Duettballade heißt „ANOTHER CHANCE FOR LOVE“ mit Warren Wiebe & Jeri Lynne. Ist es wahr, dass beinahe eine andere Berühmtheit mit dabei gewesen wäre? „Ja, das ist richtig, Uwe! Ursprünglich hätte dieses Duett mit Vonda Shepard aufgenommen werden sollen. Ich hatte Vonda dann in L.A. im Studio besucht. Dort war sie aber mit ihrer neuen Album Produktion so stark beschäftigt, dass es für den vorgesehenen Aufnahmetermin in den Conway Studios einfach nicht mehr gereicht hat. Warren hat dann Jeri Lynne als Duett-Partnerin vorgeschlagen und ich bin ihm sehr dankbar dafür.“

Rod Temperton wird vielen Michael Jackson Fans ein Begriff sein. Was führte zu der Entscheidung zusammen mit Thierry Condor einen von Rod’s Songs (Turn Out The Lamplight) aufzunehmen?
„Turn Out The Lamplight“ war schon immer einer meiner Favoriten von Rod Temperton. Als ich dann Thierry Condor kennen gelernt hatte, wusste ich, wenn einer für diesen Song in Frage kommt, dann nur Thierry. Diese Recording Session ist eine der denkwürdigsten, die ich mit Thierry hatte. Dieser Vocal floss „sprichwörtlich“ aus ihm heraus. Wenn ich mich richtig erinnern kann, war es sogar ein „First Take“! Einfach „Magic“.

Sehr unerwartet findet sich ein Stück darauf, das RAGGA REAL heißt und für Abwechslung sorgt. Wie kam dies zustande?

„Diesen Song hatte ich mit meinem guten Musikerfreund Balthasar Zimmermann geschrieben und produziert. Wir wollten einfach weg aus der Westcoast-Ecke und dem Album eine erfrischende Note verleihen. Auch dieser Song blieb relativ lange in der „Warteschleife“ bis ich dann in einem Zürcher Club den Rapper „King Tall Man“ kennen lernte und ihn mit seinem Kollegen für diesen Track zu mir ins Studio eingeladen hatte.“

Viele Fans wird interessieren, wie aus der Schweiz heraus die Kontakte zu den hochgeschätzten US-Kollegen zustande kam. Wie wichtig waren die Kontakte für Deine Karriereplanung und der globalen Etablierung?
„Das Telefon in die Hand nehmen und anrufen!! Na gut, etwas mehr hatte es natürlich schon gebraucht. Es war einfach sehr wichtig, dass ich mir meiner Arbeit sicher war und mit gesundem Selbstvertrauen an die Leute heranging. Anfänglich brauchte es ein paar Anläufe, doch der Rest ergab sich von alleine.“

Öffneten Namen wie Buchanan, Lorber, JR, Wiebe, Pescetto, Mark Anthony, usw. Türen für Deine eigene Reputation? (Swiss Idol, DJ Bobo, Lorber-Alben)? Erzähl doch mal unter welchen Umständen Du Dich auf Deine erste globale, musikalische Reise begeben hast?
„Teilweise hat es sicher Türen oder besser gesagt: „Ohren“ geöffnet“. Einfach, dass die Bereitschaft gewachsen ist, auch von „wichtigeren“ Personen aus dem Musikbusiness besser wahrgenommen zu werden. Letztendlich bist es aber „du“ selbst, der die Marschrichtung bestimmt, wie man auf Leute zugeht. Ich sage immer: „Solange du etwas zu bieten hast“ sind auch Chancen da. Für „The Real Me“ bin ich mit rund 20’000 US Dollars (Cash) nach L.A. gereist. Dieses Budget hatte knapp gereicht für das was ich aufnehmen wollte. Man darf nicht vergessen, das ist jetzt doch schon 18 Jahre her… Der Geldwert hat sich ja auch massiv verändert.“

Eine Frage / Zwei Antworten: Beurteile bitte aus der Sicht des Jahres 1995 und 2014, wie wichtig die Credits internationaler ‚1. Liga Studiomusiker‘ für den Absatz sind.
„Nicht wichtig! – leider! Man liest ja keine Booklets mehr! Die Zeiten, als wir CDs von neuen Artists an Hand von „wer hat drauf gespielt“ gekauft hatten sind definitiv vorbei. Aber letzt- endlich geht es ja um die Musik selbst, und das ist immer noch so geblieben. Nur schade, dass wir Studiomusiker viel weniger „Exposure“ haben als das früher der Fall war. Früher war man auch viel mehr gezwungen, musikalische Entscheidungen im Vorfeld zu treffen. Man konnte viel weniger Monate lang einen „Part“ auf die lange Bank schieben, bis man sich letztendlich dafür oder dagegen entschieden hat. Das hatte sicherlich, der Musik zuliebe Vorteile. Heute mit dem unglaublichen „Track-count“ einer Produktion (bis 200 Spuren und mehr) kann man immer alles und zu jedem beliebigen Zeitpunkt verwerfen oder wieder neu integrieren. Das hat in vielen Fällen auch immense Vorteile, doch gerade Entscheidungen zu Treffen tut eben auch gut und fokussiert das Ziel besser. Bis vor 6 Monaten hatte ich mich noch in den Powerplay Studios der Schweiz (Studio B) eingemietet. Dort habe ich die letzten zehn Jahre alle meine Produktionen gemacht. Heute bin ich zwar noch immer im Powerplay doch im „Studio D“, welches nur noch eine Regie mit Midi-Studio ist.“

Wurde Deine Musik zu „THE REAL ME“ ausgeschrieben? Was bekommen die Musiker als Vorlage/Konzept und was bieten diese wiederum an? Wie weit lässt Du freie Hand?
„Nein, ausgeschrieben werden nur „Horn Parts“ und eventuell.eine Melodielinie für einen Solisten. Ansonsten existieren nur Chord Charts. Der Rest liegt darin, die richtigen Musiker für den entsprechenden Song zu finden. Die meisten Parts sind in meinen Demos schon sehr weit und konkret ausgearbeitet, aber es ist auch sehr wichtig, dass man den Musikern Freiheit zu Interpretationen lässt. Das will man ja letztendlich auch.“

Wie schon bei Thierry Condor’s Album ‚Stuff Like That‘ und Deinem Soloalbum ‚Somebody New‘ fällt mir die Mischung aus amerikanischen und Schweizer Spitzenmusikern wie Chris Muzik, Thierry, Claudio Cervino, Tomy Geiger oder Janet Dawkins besonders auf! Wie entwickelst Du eine Vorstellung und das Einfühlungsvermögen, wie und ob die beiden Musikkulturen zusammenpassen? Bei „THE REAL ME“ hat das ja super geklappt.
„Wie du schon sehr nett formuliertest, sind diese „handverlesenen“ Schweizer Musiker und Musikerinnen „Spitzenmusiker“. Da unterscheidet sich höchstwahrscheinlich nur noch die „Routine“ von den A-Players in L.A. Aber rein musikalisch und auch geschmacklich stehen sie nicht im Schatten der L.A. Cats.“

Janet Dawkins hat eine tolle soulige Stimme (4 U and…). Wirst Du mit ihr wieder zusammenarbeiten?
„Janet Dawkins und ich haben unzählige Songs zusammen geschrieben. Sie hat eine unglaubliche Stimme! Unverkennbar wie Thierry! Wir haben unter anderem auch den Song „Somebody New“ geschrieben. Wir haben einen sehr tollen, musikalischen Draht zueinander. Der Song „4 U and..“ hatte ich 1996 in Paris komponiert. Janet hatte dann etwas später noch die Lyrics dazu geschrieben. Ich werde mit ihr ganz bestimmt in Zukunft wieder zusammen arbeiten.“

Warum können besonders Schweizer und Skandinavier L.A. Musik oder Smooth/Westcoast Jazz umsetzen? Beispielsweise kommen in Schweden viele gute Leute aus christlichen und klassisch ausgebildeten Familien. In Deutschland hingegen setzt sich Westcoast kaum durch, dafür aber andere Jazzstyles ? Deine Meinung?
„Schweden hat eine unglaubliche Szene, jedoch kann ich dir diese Frage beim besten Willen nicht beantworten.“

Wie stark hat sich der Markt aus Deiner Sicht geändert? Was würdest Du anders machen, wenn Du heute ein Album wie ‚THE REAL ME‘ herausbringen würdest?
„Der Markt verändert sich schon fast monatlich! Doch Stilrichtungen bleiben. „Westcoast“ wird immer seinen „Touch“ haben. Auch wenn die Sounds etwas moderner werden. Für „The Real Me Vol. 2“, würde ich rein vom Produzenten/Sänger Konzept nichts verändern. Jedoch würde ich etwas strukturierter an die Sache gehen. Ich würde den besagten „Roten Faden“ wirklich von Anfang an spannen.“

Wer kauft üblicherweise Deine CDs (Liner Note Geeks oder Smooth Jazz Fans, denen die Credits egal sind)?
„:))) Ich denke einfach an Musikfans die gerne „Smooth Jazz“ und „Westcoast“ hören. Gute Sänger zu schätzen wissen und hoffnungslose Romantiker sind wie ich! :)“

Ich kann mir das Album ständig in einem Rutsch anhören, denn es vereint entweder tolle Sounds, Qualitätsmerkmale oder Stücke, die sich bei den Fans, die diese Musik lieben eingebrannt haben. Ich werfe mal ein paar Stichworte hin wie z. B.:
– Sounds wie Rhodes, Moog Bass, DX7, Linn-Drummaschinen, usw.
– GRP-Label Einflüsse und Top-Notch Sounds/Abmischung (z. B. Prisca)
– Patti Austin/Diane Schuur-ähnliche Vocals wie auf ‚Best Friend‘ / Michelle Anderle oder Toni Braxton-Style auf Ventura Blvd.‘ (Janet)
– eventuell christliche Musik mit Nashville und L.A. Musikern wie z. B. Amy Grant, Harlan Rogers, Phil Keaggy, Koinonia, Hadley Hockensmith)
Was davon prägte Dich insbesondere? Wo ist Dein Ansatz für Westcoast/Jazz und die Ursprünge zu suchen?
„Wow! Viele liebe Worte hier! – danke! Also wenn ich Jahreszahlen nennen darf, dann wäre es die L. A. Studio Szene zwischen 1981 – 1999. Angefangen von „Give Me The Night“, 20/20 (G. Benson), alle Quincy Jones Alben zu dieser Zeit, George Duke, Al Jarreau, Walter Afanasieff, David Foster, …… (the list goes on). Für die Musik, die ich ja eigentlich HEUTE zu 90% produziere (DJ Bobo, Ruth Mixter, Julia Star, etc.), orientiere ich mich natürlich sehr an MTV, Radio und den US und UK Charts.“

Manch ein Musikfan mag sich die damalige Studioszenerie, in der man von den ganzen Superstars und Cats umgeben sein möge, sehr „romantisch“ vorstellen und lässt womöglich den Druck und Wettbewerb außer Acht. Wie siehst Du das heute mit Deinem langjährigen Erfahrungswert? Was hast Du gelernt, was Du eventuell damals noch nicht wusstest?
„Es ist wie „zu Hause“! Alle kochen ihre Pasta mit normalem Wasser und freuen sich, wenn sie tolle Songs spielen dürfen! Natürlich ist der Druck in den USA unter den Studiomusikern sehr gross, weil es auch um viel geht! Sie spielen schließlich meist auf Alben von Superstars, und das alleine ist schon aufwendig. Die ganze Maschinerie dahinter ist einfach schon „20 Hektar“ grösser und auch empfindlicher als bei uns. Aber grundsätzlich geht es innerhalb der Studiomauern immer um die Musik!!“

War „THE REAL ME“ in der Rückschau betrachtet die Erfüllung Deiner eigenen Träume?
„In vieler Hinsicht ja! Alle diese Cats persönlich zu treffen und mit ihnen zu arbeiten war schon sehr prägend! Ich habe unglaublich viel gelernt, hart gearbeitet, aber am meisten – viel Spaß gehabt!“

Was dürfen wir in Zukunft von Dir musikalisch noch erwarten, und mit wem würdest Du gerne zusammenarbeiten, mit dem Du noch nicht das Vergnügen hattest?
„Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Aber Joe Pizzulo, James Ingram oder Deborah Cox wären schon noch tolle Sänger! ;-)“

 

Tracklisting:

1. Intro
Urs Wiesendanger & Janet Dawkins
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Rhodes – Robbie Buchanan
Drums – John JR Robinson
Bass – Wolfgang Zwieauer
Guitars – Claudio Cervino & Chris Muzik
Percussions – Balthasar Zimmermann
Additional Keyboards – Robbie Buchanan
Backing Vocals – Janet Dawkins, Thierry Condor, Sabina Stokes

2. California
Urs Wiesendanger & Andrew Koller
Vocals – Greg Galli
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Guitars – Claudio Cervino
Percussions – Balthasar Zimmermann
Backing Vocals – Jasmine Meguide

3. Separate Ways
Urs Wiesendanger & Sergio Fertitta
Vocals – Jeff Pescetto
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Rhodes & Synth. Bass – Robbie Buchanan
Drums – John JR Robinson
Guitars – Claudio Cervino
Additional Keyboards – Urs Wiesendanger
Backing Vocals – Thierry Condor

4. 4 U and…
Urs Wiesendanger & Janet Dawkins
Vocals – Janet Dawkins
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Guitars – Claudio Cervino
Backing Vocals – Janet Dawkins

5. Nowhere
Urs Wiesendanger
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Sopran Sax – Thomi Geiger

6. Something Special
Urs Wiesendanger & Sergio Fertitta
Vocals – Mark Antony
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Guitars – Claudio Cervino
Baking Vocals – Janet Dawkins

7. Move
Urs Wiesendanger
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Guitars – Claudio Cervino

8. Prisca
Urs Wiesendanger
Sax – Warren Hill
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Additional Keyboards – Robbie Buchanan
Guitars – Claudio Cervino

9. Move On
Urs Wiesendanger
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Guitars – Claudio Cervino

10. Waiting
Urs Wiesendanger & Sergio Fertitta
Vocals – Thierry Condor
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Drums – John JR Robinson
Rhodes – Robbie Buchanan
Bass – Wolfgang Zwieauer
Strings arranged & performed by Wolfgang Drechsler

11. Ragga Real
Urs Wiesendanger
Vocals – King Tall Man & Lee Sye
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger & Balthasar Zimmermann

12. Mr. Jones
Urs Wiesendanger
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Bass – Wolfgang Zwieauer

13. Another Chance For Love
Urs Wiesendanger & Andrew Koller
Vocals – Jeri Lynne & Warren Wiebe
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Rhodes – Robbie Buchanan
Bass – Wolfgang Zwieauer
Guitars – Chris Muzik
Sax – Eric Marienthal
Strings arranged & performed by Wolfgang Drechsler

14. Turn Out The Lamplight
Rod Temperton
Vocals – Thierry Condor
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Percussions – Balthasar Zimmermann
Guitars – Claudio Cervino
Backing Vocals – Sabina Stokes

15. J&U
Urs Wiesendanger & Jeff Lorber
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Guitars – Chris Muzik
Piano Sound – Jeff Lorber

16. Ventura Blvd.
Urs Wiesendanger & Janet Dawkins
Drum-Programming & Keyboards – Urs Wiesendanger
Sax – Thomi Geiger
Backing Vocals – Janet Dawkins

17. Best Friend
Urs Wiesendanger & Michelle Anderle
Vocals – Michelle Anderle
Grand Piano & Strings – Urs Wiesendanger
Guitars – Claudio Cervino
Bass – Paul Buchmeier
Drums – Daniel Stern

Recordet at: Fast Peak, Conway Hollywood CA, Devonshire CA, JHL Pacific Palisades CA and Bunny Hop CA

Mixed by Urs Wiesendanger at Fast Peak Recordings
Production Coordination: Prisca Oswald

All Songs Produced by Urs Wiesendanger
„Ragga Real“ Produced by Urs Wiesendanger & Balthasar Zimmerman
Executive Producers: Nick & Robin Heizmann for NiRo Sounds

(c) 2015 NiRo Sounds

[www.niromusic.com]


Links zu den Urs Wiesendanger Interviews & Rezensionen:

[Somebody New] in Deutsch
[The Real Me] in Deutsch
[The Real Me] in English
[I Will] in Deutsch